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Pellet-Produktion

Die Anforderung an die Pelletsproduktion sind höher als allgemein vermutet und erfolgt im Wesentlichen in drei Schritten: 1.Vorbereitung des Rohprodukts durch Erhitzen auf über 150°C. Der holzeigene Stoff Lignin verflüssigt sich. 2.Eigentlicher Pressvorgang, der aus dem Rohprodukt durch Druck und Hitze die Pellets formt. Das Lignin dient als Klebstoff. 3.Die Kühlung der Pellets macht die Form haltbar.

Pufferspeicher

Pelletsheizungen sollte mit einem Pufferspeicher ausgerüstet Sein, der dafür sorgt, dass die Verbrennung unabhängig vom gerade benötigten Wärmebedarf erfolgen kann. Die überschüssige Energie/Wärme aus der Pellet-Verbrennung wird in einen Wassertank abgeführt, aus dem dann bei Bedarf wieder der Heizkreislauf gespeist wird. Dies sorgt für eine saubere Verbrennung ihre Pellets, da der Kessel weniger „takten“ muss.

Prallschutzmatte

Eine Prallschutzmatte aus Gummi oder eine HDPE-Folie wird benötigt, um beim Einblasvorgang einen harten Aufprall der Pellets - etwa an einer Wand - zu verhindern. Ein harter Aufprall würde ein Aufbrechen der Pellets bewirken, was einen hohen Staub- und Bruchanteil zur Folge hätte. Dies würde in letztlicher Konsequenz zu höherem Verbrauch und zu einer erhöhten Störanfälligkeit der Heizungsanlage führen.
 

Qualität

Die Qualität von Holzpellets ist für die einwandfreie Funktion einer Pelletsheizung enorm wichtig und wird oft unterschätzt. Sehr wichtig ist vor allem, dass die hochwertig produzierten Holzpeletts auch noch im Lagerraum des Kunden die Qualitätsnormen DINplus und Ö-Norm M7135 (EU-Norm EN 14961-2.) erfüllen. Dies wird vor allem durch eine fachgerechte Lagerung und Verladung und einen schonenden Einblasvorgang sichergestellt.

Raumaustragung

Mit dem Begriff Raumaustragung ist die Beförderung der Pellets aus dem Lagerraum zum Pelletkessel heraus gemeint. Es haben sich am Markt zwei unterschiedliche Systeme durchgesetzt. Zum einen der Austrag mittels Förderschnecke, zum anderen das sog. Saugsystem. Was für die einzelne Pelletheizung das richtige System ist, hängt von den Lagerbedingungen vor Ort ab und muss gemeinsam mit einem Fachmann geklärt werden.

Rückbrandsicherung

Eine Rückbrandsicherung zum Lagerraum ist notwendig, damit sich das Feuer aus dem Brennraum des Heizkessels nicht über das Austragsystem in den Lagerraum ausbreiten kann. Diese sollte jedoch für die Pellets so schonend wie möglich sein. Die Pellets sollten über die gesamte Zuführung vom Lager zum Brenner unbeschädigt transportiert werden um eine ideale Holzvergasung zu gewährleisten.
 

Saugsystem

Das Saugsystem ist eine von zwei Möglichkeiten, wie die Pellets aus dem Lagerraum in das eigentliche Heizsystem ausgetragen werden können. Welches System das bessere ist, lässt sich pauschal nicht sagen, da viel von den örtlichen Begebenheiten wie z.B. der Entfernung von Lagertank zum Kessel abhängig ist.
 

Schneckensystem

Die Austragung der Pellets aus dem Lagerraumes mittels einer Förderschnecke ist die wohl am meisten verbreitete Form der Fördersysteme, schon die alten Ägypter förderten damit Wasser aus dem tiefer gelegen Nil auf ihre Felder. Gerade hier sind qualitativ hochwertige Holzpellets besonders gefragt, da ein hoher Anteil an Feinanteilen die Förderschnecke verstopfen könnte. Probleme bei der Pelletsbeförderung können Spiralföderschnecken verursachen („seelenlose Schnecken“).